Wichtiges zum Venensystem
Das Venensystem lässt sich vereinfacht unterteilen in: ein direkt unter der Haut liegendes, oberflächliches System und ein tiefes, zwischen Muskulatur und Knochen gelegenes Venensystem, das die Hauptmenge des Blutes befördert. Von den oberflächlichen Venen fließt das Blut in die tiefer liegenden, größeren Venen. Dort an den Verbindungen kleinerer Venen in größere Gefäße befinden sich aus Bindegewebe verstärkte Falten der Gefäßinnenhaut – die Venenklappen. Sie verhüten – und das ist ihre große Bedeutung – das Zurückfließen des venösen Blutes in die Randbereiche und regulieren die Richtung des Blutsstroms, da sie sich nur in Richtung zum Herzen öffnen. Ist eine Venenklappe geschädigt, zum Beispiel durch Überdehnung der Venenwand oder erbliche Veranlagung, kann der Blutstrom nicht mehr reguliert werden. Es kommt zum Rückfluss des Blutes und zu Stauungen in den Beinen.
Nur gesunde Venenklappen können die Muskel-Venen-Pumpe optimal unterstützen. Schnell kann es zu einer sichtbaren Venenproblematik kommen, wie z.B. den gefürchteten sog. Besenreisern, der leichtesten Form einer Venenerkrankung. Häufig immer noch als kosmetisches Problem betrachtet, sollten sie aber als erste Warnzeichen durchaus ernst genommen werden. Dahinter kann sich eine Venenschwäche verbergen.
Wer diese Besenreiser als kosmetisches Problem verkennt, verharmlost ein mögliches chronisches Leiden mit schweren Spätfolgen. Diese Blutstauungen in den Venen führen zu Ent- und Versorgungsstörungen des umliegenden Gewebes und können sogar die Haut in Mitleidenschaft ziehen.
Gleichzeitig wird die Venenwand nachhaltig geschädigt und durchlässig für Gewebeflüssigkeit, was zu Wasseransammlungen (Ödemen) und Hautverfärbungen führt. Oft folgen Entzündungen (Phlebitis) und lebensbedrohliche Blutgerinnsel (Thrombosen) oder sogar offene Beine (Ulcus cruris).
Mehr Wissen um diesen klassischen Verlauf typischer Venenerkrankungen hilft rechtzeitig vorzubeugen und erste Symptome gezielt zu behandeln. Konsultieren Sie einen Facharzt und informieren Sie sich in Ihrer Apotheke. Schmerzlose Untersuchungen des Venensystems werden Ihnen genaue Informationen über die Funktionstüchtigkeit Ihrer Venen geben.
Die ersten erkennbaren Merkmale einer behandlungsbedürftigen Venenerkrankung kommen nicht von heute auf morgen. Verschiedene Anzeichen weisen frühzeitig darauf hin: Besenreiser, geschwollene Beine oder auch nächtliche Wadenkrämpfe. Hinweise, denen – wie gesagt – ein Besuch beim Hausarzt oder Spezialisten folgen sollten. Ergänzend können sie aktiv etwas für die Gesundheit Ihrer Beine tun:
Sie können vorbeugen:
Mit Bewegung. Bewegung. Bewegung! Und das regelmäßig. Bewegung aktiviert die für den Blutrückfluss verantwortliche „Muskel-Venen-Pumpe“. Verschaffen Sie Ihren Beinen deshalb viel Bewegung, z.B. durch Treppensteigen, Spaziergänge, Nordic-Walking, Schwimmen oder Fußgymnastik. Achten Sie außerdem auf eine gesunde, bewusste Ernährung, die den gesamten Organismus entlastet und ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt.
Tragen Sie vorbeugend Stützstrümpfe und –strumpfhosen. (Belsana Produkte). Das unterstützt den Blutfluss in Ihren Beinen. Kalte Wassergüsse morgens und abends wirken zusätzlich belebend.
Vermeiden sie übermäßige Wärme, wie zu langes Sonnenbaden. Das erweitert die Blutgefäße und kann so zu Stauungen führen, ebenso wie Sauna ohne Wechselbäder und zu heißes Badewasser. Übergewicht belastet Ihre Beine zusätzlich. Sorgen Sie deshalb für eine ausgewogene Ernährung und kontrollieren Sie ihr Gewicht regelmäßig. Ihre Beine werden es Ihnen danken




