Venenerkrankungen
Schöne und gesunde Beine sollte man pflegen. In jungen Jahren läuft das noch ganz automatisch. Irgendwann aber braucht unser gesamter Körper schrittweise mehr Beachtung und Pflege. Bleiben leichte Venenerkrankungen unbehandelt, kann es sein, dass irgendwann nur noch das operative Strippen der Venen hilft.
Rechtzeitige Untersuchungen und regelmäßige Beinpflege sind aber der bessere Schritt, um gesund und munter auf den Beinen zu bleiben. Schenken sie Ihren Beinen also ein wenig mehr Beachtung. Sie erkennen so rechtzeitig, ob Sie zu Venenerkrankungen neigen. Kleine Krampfadern sind erste Anzeichen, Kribbeln oder Müdigkeit in den Beinen können Hinweise auf diese Volkskrankheit sein.
Der erste Schritt gegen Schwellungen, Besenreiser oder Krampfadern ist eine gesunde Einstellung zu diesem Thema: Dazu gehören mehr Bewegung und mehr Sorgfalt in der Ernähung, Früherkennung und rechtzeitige Therapie durch einen Fachmann. Venenleiden zählen seit vielen Jahren zu den Zivilisationskrankheiten. Steh- oder Sitzberufe und der allgemeine Bewegungsmangel fördern das Entstehen von Krampfadern.
Heute ist schon jeder dritte Erwachsene davon betroffen. Und Jahr für Jahr kommen Hunderttausende von Neuerkrankungen hinzu. Sichtbar ausgeprägte Krampfadern sind nicht erst im fortgeschrittenen Lebensalter ein Thema, die ersten Beschwerden können schon viel früher auftauchen. Ersten Beinbeschwerden sollte man rechtzeitig Aufmerksamkeit schenken, auch durch eine ärztliche Untersuchung. Mögliche Ursachen: Blut versackt in den Venen und so entstehen zunächst leichte Beinbeschwerden.
Die Folge können Venenschwäche und Krampfadern sein. Eine Volkskrankheit, die vielen zu schaffen macht. Unser aufrechter Gang hat neben vielen Vorzügen auch Probleme. Beispielsweise die besondere Anfälligkeit für Rückenbeschwerden. Und beim Blutkreislauf stellt sich gerade im Stehen und Sitzen das Problem, die Schwerkraft zu überwinden. Das Blut muss in den Venen eines Erwachsenen einen Höhenunterschied von gut 1,5 Metern überwinden, ohne dass eine größere Blutmenge in den Beinen „versackt“. Die Natur hat dafür einen Mechanismus entwickelt, die sog. „Muskelpumpe“. Dabei wird das Blut der Waden und Fußgelenke nach oben befördert, und Venenklappen verhindern – ähnlich wie Rückschlagventile – das Zurückfließen des Blutes.
Zu wenig Bewegung, lang anhaltende Sitz- und Stehbelastungen stören diesen Rückstrom in den Venen. Ursachen, die das Entstehen von Venenerkrankungen begünstigen. Genauso wie die erbliche Veranlagung einer Bindegewebsschwäche oder auch ungesunde Lebensgewohnheiten wie übermäßiger Alkoholgenuss oder falsche Ernährung und Übergewicht. Frauen sind etwa doppelt so häufig von Venenleiden betroffen wie Männer.
Gerade in der Schwangerschaft unterliegt das Venensystem einer monatelangen starken Stauung. Zusätzliche hormonelle Umstellung und Gewichtzunahme können die Bildung von Krampfadern begünstigen. Und ganz allgemein steigt mit zunehmenden Alter das Risiko einer Venenerkrankung. Wenn Beine aus der Reihe tanzen, hat das einen Grund: Die Zahl der Venen ist wesentlich größer als die der Arterien, so dass sich im venösen Bereich des Kreislaufs ca. 60 bis 80% der Gesamtblutmenge befinden.




