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Schadet Fußbodenheizung bei Venenproblemen?

10. September 2013

Angenehme, gleichmäßige Wärme strahlt von unten, der Wohnraum bleibt frei von unansehlichen Heizkörpern und geringere Vorlauftemperaturen als bei konventionellen Heizungen sparen sogar Energie. Befürworter der Fußbodenheizungen haben viele gute Argumente - zumal sich auch die Kosten des Einbaus inzwischen nicht mehr sehr von denen konventioneller Heizungen unterscheiden. Hartnäckig hält sich jedoch die Behauptung, dass Fußbodenheizung bei Venenproblemen schädlich sei. Woher kommt das?

Zunächst einmal: Krampfadern entstehen nicht durch Wärme, sondern durch eine Schwäche des Bindegewebes. Bei schweren Venenleiden, wie zum Beispiel einer frischen tiefen Beinvenenthrombose oder einer frischen oberflächlichen Venenthrombose rät der Arzt von Wärme ab. Generell werden bestehende Krampfadern durch Hitze belasteter, da sich die Gefäße erweitern und dadurch verstärkt Stauungseffekte auftreten.

Ungünstig waren da die frühen Generationen von Fußbodenheizungen, die häufig mit viel zu hohen Temperaturen liefen. Eine moderne, gut eingestellte Fußbodenheizung arbeitet jedoch mit deutlich niedrigeren Temperaturen, die selbst bei Venenproblemen nicht für Ärger sorgen sollten. Eine DIN-Vorschrift erlaubt keine Temperaturen über 29 Grad.

Im Gegenteil: Durch den vergleichsweise warmen Fußboden spart man sich die Hausschuhe - und das ist sogar gut für Venen. Denn wer barfuß läuft, aktiviert die sogenannte Fußsohlenpumpe, erklärte die Zeitschrift „Neue Apotheken Illustrierte". Das Auftreten und Abrollen des nackten Fußes presst die Venen regelrecht aus. Der Blutrückfluss zum Herzen wird dadurch unterstützt. Wer seinen Venen außerdem etwas Gutes tun möchte, aktiviert zusätzlich die Wadenmuskelpumpe - zum Beispiel durch spezielle Venengymnastik. Auch kalte Güsse, vom Fußrücken bis zum Oberschenkel hinauf und zuletzt über die Fußsohlen, tun bei Venenschwäche gut. Zudem hat sich Rosskastaniensamenextrakt (Handelspräparat z.B. Venostasin) bewährt.

Quelle: www.venenratgeber.de, 24. August 2013, Dr. Uwe Schwichtenberg