Seitenanfang
Logo Belsana
Topnavigation

Kompressionsstrümpfe belasten nicht das Arztbudget

Für die Verordnung von Arznei- und Heilmitteln gilt das Wirtschaftlichkeitsgebot. Auf Ausgabenvolumina bezogene Zielvereinbarungen zwischen den Krankenkassen auf der einen und den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV´en) auf der anderen Seite geben dem Arzt Richtgrößen für die Verordnung vor, die er einhalten muss. Überschreitet ein Arzt sein Richtgrößenvolumen, berät ihn die KV zunächst im Sinne einer wirtschaftlichen Verordnungsweise. Es sind aber auch Individualregresse im Rahmen von Wirtschaftlichkeitsprüfungen möglich.

Anders ist dies bei Hilfsmitteln, zu denen unter anderem medizinische Kompressionsstrümpfe zählen. Für deren Verordnung gibt es keine Ausgabenobergrenzen oder Richtgrößen. Sie belasten also das Arztbudget nicht. Hilfsmittel können so oft verordnet werden, wie es notwendig ist - wobei bei medizinischen Kompressionsstrümpfen gilt: Bei der Erstversorgung kann aus hygienischen Gründen ein zweites Paar verordnet werden. Neuversorgungen sind alle sechs Monate, in bestimmten Ausnahmefällen auch früher möglich.

Damit es nicht zu Nachfragen kommt, ist bei der Rezeptierung eines ganz wichtig: Auf dem Rezept für ein Hilfsmittel muss das Feld mit der Nummer 7 (Hilfsmittel) mit einer "7" gekennzeichnet werden.
Und: Das Rezept sollte neben der Diagnose (ICD-10 Code) möglichst genaue Angaben zu Anzahl, Länge, Kompressionsklasse und weiteren möglichen Ausstattungsmerkmalen der Strümpfe enthalten.

Nähere Informationen zur Verordnung von medizinischen Kompressionsstrümpfen, aber auch anderen Hilfsmitteln, erhalten Sie auch auf der Internetseite der eurocom unter www.eurocom-info.de.